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Geschichte des Heilstollens

Der historische Bergbau im Crux-Gebiet

Wann der erste Bergbau im Gebiet um Vesser stattgefunden hat, lässt sich heute nicht mehr nachweisen. Eine Urkunde aus dem Jahre 900 nennt eine Lokalität namens Vesser, wo Eisen geschmolzen (zusammengeblasen) wird ("...Uezzerun ubi ferrum conflatur...").
Der Suhler Ortsteil Vesser nahm diese Urkunde zum Anlass, im Jahr 2000 das 1100. Ortsjubiläum zu feiern, auch wenn sich die Fachwelt nicht darüber einig ist, ob tatsächlich unser Ort Vesser der in der Urkunde genannte ist.
Es kommen dafür neben Kloster Veßra noch andere "am Wasser" gelegene Siedlungen in Frage.
Der Betrieb eines Eisenhammers in Vesser - beurkundet für 1406 - setzt voraus, dass dort um diese Zeit bereits Bergbau betrieben wurde.




Die erste ausführliche Beschreibung der "farbigen" Crux-Lagerstätten überliefert uns der fürstlich-sächsische Bergdirektor Johann Matthäus PARÄUS aus dem Jahr 1691.
Die ursprüngliche Schreibung "Crockus" könnte von der Blume Krokus als Synonym für die auf den Bergwiesen häufige Herbstzeitlose (= Herbst- oder Giftkrokus) hergeleitet sein.


Der schwarze Magneteisenstein, wie er im "Schwarzen Crux" gewonnen wurde (daher der Name), war schwer schmelzbar und im anfänglich üblichen Rennverfahren in reiner Form nicht verhüttbar. Erst durch die Einführung der Blau- und Hochöfen Mitte bis Ende des 17. Jh. konnte man diese Erze vorrangig verarbeiten. Mit der "Erbauung eines Hohen Ofens zu Schmiedefeld" 1647-1650 begann auch der Abbau der Eisenerze im Bereich des "Schwarzen Crux".

Im Feld des "Roten Crux" finden wir den wahrscheinlich ältesten Bergbau am Fuß des Eisenbergs, da die hier vorkommenden Roteisenerze (daher der Name "Roter Crux") im Rennfeuer (= älteste Verhüttungsmethode) gut schmelzbar waren. Der Abbau dieser Erze erfolgte über den Gloriastollen und die darauf stehenden Schächte. Dieser Stollen diente späterhin auch zum Abtransport der im "Schwarzen Crux" gewonnenen Magneteisenerze.

Der Name "Weißer" oder "Gelber Crux" rührt ebenfalls von den hier aufgefundenen Gesteinen und Mineralien her. Die Magnetitvererzung wird einerseits von weißlichen Quarz-Feldspat-Hornfelsen begleitet, die in unmittelbarer Nähe des Granits auftreten. Die andererseits vorherschende gelbliche Schwefelkiesvererzung ist an mehr oder weniger gleichmäßig eingeschobene, vorwiegend Hornblende führende Gesteinskörper gebunden. Dieses Eisenerz ließ sich wegen seiner ungünstigen Zusammensetzung nur schlecht verwenden.

Das Besucherbergwerk

Das Gebiet um das heutige Besucherbergwerk "Schwarze Crux" in Suhl / Vesser ist mit einem Durchmesser von etwa 4 km der älteste geologische Punkt Deutschlands. Hier begann Deutschlands Erdgeschichte.
Vor etwa 500 bis 520 Mio. Jahren ist diese geologische Formation durch sogenannte "Black Smoker" ("Schwarze Raucher") aus der Tiefsee entstanden.
In dieser Größenordnung gibt es weltweit drei erdgeschichtliche Zeitzeugen.
Einziger zu besichtigender Crux-Magnetit-Stollen: Besucherbergwerk "Schwarze Crux".
Diese erdgeschichtliche Einmaligkeit besteht aus "einem Stück". Vorstellbar als eine riesige Eisenerzkugel (oder Magnetitblase). Sie ist bergbautechnisch auf einzigartige Weise erschlossen. Kein anderes Bergwerk wurde derartig aufgebaut.
Über den alten Marienschacht II gelangt man über Fahrten Untertage. In einem ca. 40 Min. langen Rundgang bis in 36 m Tiefe werden Geologie, Erzführung und Abbautechniken erklärt sowie historische Strecken, Förderstrecken und Abbaue aus dem 17. Jh. bis 1924 gezeigt.
Anstehende Gesteine, Erze und Minerale sowie farbenfrohe Sekundärmineralisationen ziehen die Blicke der Besucher auf sich.

Abstieg Lore Unter Tage Unter Tage Unter Tage Unter Tage

Der Heilstollen

Durch abfallende Luft im "Gloria-Schacht" wird diese mehr gefiltert als in jedem anderen Schacht.
Auf Grund dieser besonderen Luftqualität, vielen Messungen und daraus folgenden Bewertungen wurde Anfang 2020 dem Besucherbergwerk der Titel "Heilstollen" zuerkannt.
Probleme wie z. Bsp.

  • Neurodermitis
  • Schuppenflechte
  • Atemwege
  • Arthrose
  • Allergien
können gelindert oder geheilt werden.
Ebenfalls dient der Heilstollen der seelischen Entspannung. Dazu gibt es regelmäßige Termine einer Klangschalen-Therapie.

Amtliches Gutachten zur Luftqualität im Bergwerk "Schwarzer Crux"

Der "Schwarze Crux"-Heilstollen ist Mitglied im Deutschen Heilstollenverband.   

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